Ausstellungsräume | Villa Eugenia

Kunstaustellung | Sichtkontakt von Tim David Trillsam & Benjamin Burkard

Einladung

Sichtkontakt

 

Bildhauerei von Tim David Trillsam · Malerei von Benjamin Burkard
Mit der Ausstellung „Sichtkontakt“ begegnen sich in der Villa Eugenia zwei unterschiedliche künstlerische Welten: die Bildhauerei von Tim David Trillsam und die Malerei von Benjamin Burkard.

Der Titel der Ausstellung ist dabei mehr als nur eine Überschrift. Sichtkontakt entsteht im Augenblick des Betrachtens – zwischen Mensch und Kunstwerk, zwischen Skulptur und Malerei und zwischen den unterschiedlichen Wahrnehmungen der Besucherinnen und Besucher.

In den bildhauerischen Arbeiten von Tim David Trillsam steht der menschliche Körper im Mittelpunkt. Seine meist in Bronze gegossenen Figuren sind jedoch keine bloßen Abbilder des Menschen. Durch veränderte Proportionen und Größenverhältnisse entstehen ganz eigene Erfahrungswelten. Überdimensionale Hände und Füße oder die Begegnung des Menschen mit ungewöhnlich großen Insekten verändern unsere gewohnte Wahrnehmung und verleihen seinen Arbeiten eine zugleich humorvolle und feinsinnige Wirkung.

Auch die Malerei von Benjamin Burkard führt in eine Welt, in der Vertrautes nicht unbedingt vertraut bleibt. In seinen Bildern begegnen sich Mensch, Natur und Maschine. Perspektiven verschieben sich, Grenzen verschwimmen und Bekanntes kann sich in etwas Fremdes und Geheimnisvolles verwandeln. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen Schönheit und Irritation und laden dazu ein, genauer hinzusehen.

Gerade im Zusammenspiel entfalten die beiden künstlerischen Positionen ihren besonderen Reiz. Während Trillsams Skulpturen als dreidimensionale Gegenüber unmittelbar in den Raum treten, eröffnet Burkards Malerei vielschichtige Bildwelten. Beide verbindet dabei das Spiel mit unserer Wahrnehmung: Das Vertraute wird verändert, Perspektiven werden verschoben und scheinbar Selbstverständliches neu betrachtet.

So entsteht zwischen Bildhauerei und Malerei ein spannender Dialog.

„Sichtkontakt“ lädt dazu ein, den eigenen Blick schweifen zu lassen, sich auf Ungewohntes einzulassen und zwischen Mensch und Natur, Vertrautem und Fremdem immer wieder neue Entdeckungen zu machen.

Vita von Tim David Trillsam

Tim David Trillsam, geboren 1985 in Geislingen an der Steige, ist ein deutscher Bildhauer, dessen Arbeiten durch eine ausdrucksstarke und unverwechselbare Formensprache geprägt sind.

Seine künstlerische Ausbildung begann er an der Fachschule für Holzbildhauerei des Berchtesgadener Landes, wo er die Grundlagen der klassischen Bildhauerei erlernte. Anschließend studierte er Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 2013 arbeitet Trillsam als freischaffender Künstler.

Schon früh entwickelte er eine eigenständige künstlerische Handschrift. Im Zentrum seines Schaffens steht vor allem die menschliche Figur. In seinen überwiegend in Bronze ausgeführten Skulpturen verändert Trillsam bewusst Anatomie und Proportionen. Übergroße Hände und Füße, intensive Gesten und ungewöhnliche Begegnungen verleihen seinen Figuren einen hohen Wiedererkennungswert.

Dabei verbindet er handwerkliche Präzision mit Humor, feinsinniger Beobachtung und einer Auseinandersetzung mit der menschlichen Wahrnehmung. Seine Figuren erzählen von menschlichen Erfahrungen und regen zugleich dazu an, gewohnte Größenverhältnisse und Sichtweisen zu hinterfragen.

Seit Beginn seiner freischaffenden Tätigkeit wurden Trillsams Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowie auf internationalen Kunstmessen präsentiert. Stationen seiner bisherigen Ausstellungstätigkeit reichen von Deutschland über Österreich und die Schweiz bis nach Frankreich, Italien und weitere europäische Länder. Zu den wiederkehrenden Präsentationen gehören unter anderem die ART KARLSRUHE, die Affordable Art Fair, die Discovery Art Fair und die ARTMUC. 2024 war er zudem bei der Ausstellung Personal Structures im Palazzo Bembo in Venedig vertreten; 2025 gehörte auch die Florence Biennale zu seinen Ausstellungsstationen.

Seine Arbeiten werden von verschiedenen Galerien präsentiert. Die Christian Marx Galerie führt Tim David Trillsam aktuell in ihrem festen Künstlerprogramm.

Heute steht Tim David Trillsam für eine zeitgenössische figurative Bildhauerei, die klassische handwerkliche Tradition mit einer modernen, oftmals surrealen Bildsprache verbindet. Seine Skulpturen überraschen, irritieren und bringen den Betrachter nicht selten zum Schmunzeln – und laden zugleich dazu ein, den Menschen und seine Stellung in der Welt aus einer neuen Perspektive zu betrachten.

Tim David Trillsam mit Skulptur

Vita von Benjamin Burkard

Benjamin Burkard, geboren 1986 in Kandel in Rheinland-Pfalz, ist ein deutscher Maler, dessen Arbeiten sich zwischen gegenständlicher Darstellung, surrealen Bildwelten und abstrakten Elementen bewegen.

Nach seinem Abitur am Europa-Gymnasium in Wörth studierte er Kunst und Biologie an der Universität Landau. Diese Verbindung von künstlerischer Arbeit und Naturwissenschaft findet sich auch in seiner Malerei wieder: Mensch, Tier, Natur und Maschine begegnen sich in seinen Werken und verschmelzen zu komplexen, oftmals rätselhaften Bildwelten.

Bereits während seiner Ausbildung wurde Burkards künstlerisches Schaffen mehrfach ausgezeichnet. 2008 erhielt er das Heinrich-von-Zügel-Stipendium für Malerei, 2012 gewann er den deutschlandweiten Wettbewerb „Junge Kunst in der Villa“ in Neustadt an der Weinstraße. 2014 folgte der ITEM Kunstpreis für Malerei.

2015 erhielt er sowohl den Heinrich-von-Zügel-Preis für Malerei als auch den Albert-Haueisen-Förderpreis. Ein Jahr später erreichte er beim Phönix Kunstpreis den zweiten Platz der Top Ten und wurde mit dem Fischer/Collegen Kunstpreis für Malerei ausgezeichnet. Weitere Anerkennungen folgten, darunter eine Artist-in-Residence-Förderung in Laos, die Finalteilnahme am Eb-Dietzsch-Preis für Malerei sowie 2024 ein Anerkennungspreis beim STRABAG Kunstpreis in Wien.

Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen präsentiert. Zu den Stationen zählen unter anderem das Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern, Ausstellungen in Berlin, Köln, Frankfurt und Los Angeles sowie wiederholte Präsentationen auf der ART KARLSRUHE. Viele seiner Werke befinden sich heute in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Benjamin Burkards Malerei zeichnet sich durch intensive Farbigkeit, vielschichtige Bildräume und die Verbindung gegenständlicher Motive mit abstrakten Strukturen aus. Menschen und Tiere treten aus der Farbigkeit hervor, während technische, natürliche und historische Elemente miteinander verschmelzen.

So entstehen Werke, die dem Betrachter zunächst vertraut erscheinen und sich bei genauerem Hinsehen immer weiter öffnen. Zwischen Mensch, Natur und Maschine entwickelt Benjamin Burkard eine unverwechselbare Bildsprache, die Schönheit und Irritation miteinander verbindet und den Betrachter dazu einlädt, die eigene Wahrnehmung immer wieder neu zu hinterfragen.

Benjamin Burkard mit Malerei

Pressetext

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